Pickleball ist der Sport, der Generationen verbindet: in Minuten gelernt, gelenkschonend und extrem gesellig. In diesem Ratgeber erklären wir Schritt für Schritt — mit Grafiken — wie Pickleball funktioniert, welche Regeln wirklich zählen und wie du bei uns in Derendingen bei Solothurn startest.
Was ist Pickleball?
Pickleball kombiniert Elemente aus Tennis, Badminton und Tischtennis. Gespielt wird mit einem festen Paddle und einem leichten Kunststoffball mit Löchern — meist im Doppel, also zu viert. Weil der Ball langsamer fliegt und der Court klein ist, entstehen schon beim allerersten Mal echte Ballwechsel.
Erfunden wurde Pickleball 1965 auf Bainbridge Island bei Seattle (USA) — von drei Familienvätern, die ihren Kindern ein Spiel für den Sommer bieten wollten. Heute ist es eine der am schnellsten wachsenden Sportarten der Welt, auch in der Schweiz. Racket City ist offizieller Partner von Swiss Pickleball.
Die Ausrüstung
Du brauchst nicht viel: ein Paddle, einen Ball und gute Hallenschuhe. Das Paddle hat keine Saiten, sondern eine feste Schlagfläche, und ist deutlich kleiner und leichter als ein Tennisschläger. Der Ball ist aus Kunststoff und hat Löcher — Indoor-Bälle sind etwas weicher, Outdoor-Bälle härter und windstabiler.
Bei Racket City kannst du Paddles direkt am Automaten für CHF 5 ausleihen — ideal zum Ausprobieren, bevor du dir ein eigenes kaufst.
Paddle
- Ohne Saiten, feste Schlagfläche
- Kleiner als ein Tennisschläger
- Leicht: meist 200–250 g
Ball
- Kunststoff mit Löchern
- Fliegt langsamer als ein Tennisball
- Indoor- und Outdoor-Bälle
Schuhe
- Hallenschuhe für Indoor
- Seitlicher Halt ist wichtig
- Keine Laufschuhe
Der Court und die Kitchen
Ein Pickleball-Court ist 13,41 × 6,10 Meter gross — genau wie ein Badminton-Doppelfeld. Das Netz ist in der Mitte 86 cm und an den Pfosten 91 cm hoch, also etwas tiefer als im Tennis.
Das Besondere ist die Kitchen: die 2,13 Meter tiefe Non-Volley-Zone auf beiden Seiten direkt am Netz. Hinter der Kitchen teilt die Mittellinie jede Seite in ein linkes und ein rechtes Aufschlagfeld.
- Court: 13,41 × 6,10 m
- Netz: 86 cm Mitte, 91 cm Pfosten
- Kitchen: 2,13 m auf jeder Seite
- Linien zählen als «in» — ausser die Kitchen-Linie beim Aufschlag
Der Aufschlag
Aufgeschlagen wird von unten und diagonal: Du stehst hinter der Grundlinie und spielst den Ball über die Kitchen hinweg ins gegenüberliegende Aufschlagfeld. Der Schläger muss den Ball unterhalb der Hüfte treffen, die Armbewegung geht von unten nach oben.
Alternativ ist der Drop-Serve erlaubt: Du lässt den Ball fallen und schlägst ihn nach dem Aufprall. Pro Aufschlag hast du nur einen Versuch. Landet der Ball in der Kitchen oder auf der Kitchen-Linie, ist der Aufschlag ein Fehler.
- Von unten, Treffpunkt unter der Hüfte
- Diagonal ins gegenüberliegende Feld
- Nicht in die Kitchen
- Nur ein Versuch
Die Zwei-Aufprall-Regel
Diese Regel macht Pickleball einzigartig: Nach dem Aufschlag muss der Ball auf jeder Seite einmal aufspringen. Das heisst: Der Return muss den Aufschlag nach dem Aufprall spielen, und das aufschlagende Team muss auch den Return nach dem Aufprall spielen.
Erst ab dem vierten Schlag sind Volleys — also Schläge aus der Luft — erlaubt. So hat das aufschlagende Team keinen Vorteil durch einen schnellen Angriff ans Netz, und die Ballwechsel werden länger.
Aufschlag
muss aufspringen
Return
muss aufspringen
3. Schlag
muss aufspringen
Ab jetzt frei
Volleys erlaubt — ausser in der Kitchen
Die Kitchen-Regeln im Detail
In der Kitchen darfst du den Ball nicht aus der Luft spielen. Du darfst die Kitchen aber jederzeit betreten — zum Beispiel um einen kurzen Ball nach dem Aufprall zu spielen. Wichtig: Auch die Kitchen-Linie gehört zur Kitchen.
Ein häufiger Fehler bei Einsteigern ist der Schwung nach einem Volley: Wenn dich dein Schwung nach dem Schlag in die Kitchen trägt, ist das ein Fehler — auch wenn der Ball schon weg ist.
- Kein Volley in der Kitchen oder auf der Linie
- Betreten erlaubt, wenn der Ball dort aufspringt
- Auch der Schwung nach dem Volley zählt
- Erst wieder raus, dann volley
So wird gezählt
Ein Spiel geht bis 11 Punkte, gewonnen wird mit zwei Punkten Vorsprung. Klassisch kann nur das aufschlagende Team punkten: Gewinnt es den Ballwechsel, gibt es einen Punkt und der gleiche Spieler schlägt vom anderen Feld wieder auf. Verliert es, geht der Aufschlag an den Partner — oder zum Gegner.
Im Doppel wird der Stand mit drei Zahlen angesagt: eigene Punkte, gegnerische Punkte und ob der erste oder zweite Aufschläger an der Reihe ist. Zu Beginn eines Spiels wird «0 – 0 – 2» angesagt, weil das erste Team nur einen Aufschläger hat.
Die wichtigsten Schläge
Pickleball ist weniger ein Spiel der Kraft als der Kontrolle. Diese fünf Schläge solltest du kennen — die Grafiken zeigen die typische Flugbahn von der Seite.
Dink
Kurzer, weicher Ball in die gegnerische Kitchen. Das wichtigste Werkzeug am Netz.
Third Shot Drop
Hoher, weicher dritter Schlag, der in der Kitchen landet — damit kommst du ans Netz.
Drive
Flacher, schneller Schlag von hinten. Setzt den Gegner unter Druck.
Lob
Hoher Ball über die Gegner am Netz hinweg nach hinten.
Smash
Kraftvoller Schlag von oben auf zu hohe Bälle.
Taktik für Einsteiger
Die wichtigste Grundregel: Wer die Kitchen-Linie kontrolliert, kontrolliert das Spiel. Ziel ist es, möglichst schnell gemeinsam mit dem Partner nach vorne an die Kitchen-Linie zu kommen — und dort mit Geduld zu dinken, bis der Gegner einen zu hohen Ball spielt.
- Aufschlag und Return tief spielen
- Nach dem Return direkt nach vorne an die Kitchen-Linie
- Als Aufschlagteam mit dem Third Shot Drop ans Netz kommen
- Geduldig dinken statt hart schlagen
- Auf die Füsse der Gegner zielen
Typische Anfängerfehler
Fast alle Einsteiger machen am Anfang die gleichen Fehler — wer sie kennt, wird schneller besser.
- Zu hart schlagen — Kontrolle schlägt Kraft
- Hinten an der Grundlinie stehen bleiben
- Die Zwei-Aufprall-Regel vergessen
- Mit dem Schwung in die Kitchen fallen
- Den Spielstand falsch ansagen
Pickleball in Solothurn: so startest du bei Racket City
Bei Racket City in Derendingen spielst du Pickleball auf eigenen Courts in der Halle und draussen. Buch einen Court über Playtomic, leih dir am Automaten Paddles aus und leg los — die Regeln erklärt man sich am besten direkt auf dem Court.
Wer strukturiert lernen will, startet mit einem Kurs in der Racket City Academy. Und für Firmen, Vereine und Familien ist Pickleball das ideale Teamevent: Alle spielen nach wenigen Minuten mit.
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- Leihschläger am Automaten: CHF 5
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